Das beste Wetter zum Spritzen von Kartoffeln
Spritzwetter für Kartoffeln: Delta T, Luftfeuchte, Wind, Inversion und Regen – dazu Krautfäule, Benetzung, Krautabtötung und eigene Einstellungen.
Kartoffeln stehen über die Saison oft in einem regelmäßigen Fungizidprogramm, besonders gegen die Kraut- und Knollenfäule, die bei warmem, feuchtem Wetter gedeiht. Daraus entsteht ein Zielkonflikt: Die Bedingungen, die den Krankheitsdruck erhöhen – Luftfeuchte, Blattnässe und Regen –, sind dieselben, die ein gutes Spritzfenster schwer auffindbar machen.
Das Wetterfenster
- Delta T: 2–8 °C. Siehe Delta T.
- Luftfeuchte: Hohe Luftfeuchte ist bei Krautfäulewetter üblich; die Sorge gilt nassen Beständen und ruhiger, fast gesättigter Luft. Siehe Luftfeuchte und Taupunkt.
- Wind: eine leichte, gleichmäßige Brise im Bereich der Gebrauchsanleitung. Siehe Windgeschwindigkeit beim Spritzen.
- Inversion: Windstille, feuchte Morgen und Abende neigen zu Inversionen. Siehe Temperaturinversion.
- Regen: Die Regenfestigkeit ist in einem protektiven Programm entscheidend. Siehe Regen und Pflanzenschutz.
Kulturspezifische Hinweise
Krautfäuleprogramme. Protektive Fungizide müssen vor der Infektion auf den Blättern sein. Viele Betriebe nutzen Prognosemodelle für das Krankheitsrisiko, um die Behandlungen zu terminieren, und suchen dann innerhalb des von Programm und Gebrauchsanleitung vorgegebenen Intervalls das beste Wetterfenster. Ein trockenes Fenster, das lang genug ist, damit das Mittel regenfest wird, gibt oft den Ausschlag.
Benetzung im Bestand. Sobald sich der Bestand schließt, sind die unteren und mittleren Blätter schwerer zu erreichen. Wasseraufwandmenge, Tropfenklasse und ein Delta T im Bereich beeinflussen die Benetzung.
Blattläuse und Viren. Wo Blattläuse Viren übertragen, richtet sich der Insektizid-Zeitpunkt nach der Schädlingsaktivität und der Gebrauchsanleitung.
Krautabtötung. Vor der Ernte wird das Kraut oft chemisch oder mechanisch abgetötet. Eine gleichmäßige Benetzung zählt, und noch grüne Nachbarkulturen brauchen die üblichen Abdrift-Vorkehrungen.
Fahrgassen und nasser Boden. Schwere, nasse Böden begrenzen, wann Feldspritzen einfahren können, was Behandlungen in grenzwertiges Wetter drängen kann. Planen Sie mit der Vorhersage voraus.
Typische Anwendungen
Fungizide (oft in einem regelmäßigen Programm), Herbizide vor dem Auflaufen, bei Bedarf Insektizide und Sikkationsmittel vor der Ernte.
Einrichtung in PulveCast
Es gibt keine Kartoffel-Voreinstellung, nutzen Sie daher Benutzerdefiniert. Sie startet mit Delta T 2–8 °C, Luftfeuchte 55–95 % und der Tropfenklasse mittel. Vorsichtige Ausgangswerte:
- Delta T bei 2–8 °C belassen.
- Die Tropfenklasse auf das einstellen, was Ihre Düsen erzeugen, oder auf Automatik lassen.
- Den maximalen Wind vom Standardwert 25 km/h in Richtung 15 km/h (etwa 9 mph) senken oder auf den Grenzwert der Gebrauchsanleitung.
- Den Grenzwert für die Niederschlagswahrscheinlichkeit unter 50 % senken, wenn Ihr Fungizid einen langen regenfreien Zeitraum braucht.
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Häufige Fragen
Darf ich Kartoffeln bei feuchtem Wetter spritzen?
Oft ja – Krautfäuleprogramme müssen das regelmäßig. Hohe Luftfeuchte an sich ist nicht das Problem; nasse Bestände, ruhige, fast gesättigte Luft und Inversionen sind es. Prüfen Sie Delta T, Wind und Inversion und halten Sie die Regenfestigkeitsfrist des Mittels frei.
Wie lange vor Regen sollte ich Kartoffel-Fungizide spritzen?
Folgen Sie der Regenfestigkeit oder dem regenfreien Zeitraum laut Gebrauchsanleitung. Viele Betriebe planen die Behandlung nach der Vorhersage so, dass das Mittel angetrocknet und regenfest ist, bevor der Regen kommt.