Das beste Wetter für den Pflanzenschutz im Weinbau

Spritzwetter im Weinbau: Delta T, Luftfeuchte, Wind, Inversion und Regen – dazu Abdrift nahe Wohnhäusern, empfindliche Reben und eigene Einstellungen.

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Weinberge werden häufig behandelt, vor allem mit Fungiziden, auf einer Laubwand, die sich im Lauf der Saison schnell verändert. Viele liegen nahe an Dörfern, Wohnhäusern und Straßen, und Reben selbst sind sehr empfindlich gegenüber Abdrift mancher Herbizide aus Nachbarkulturen. Die Abdriftkontrolle steht daher im Zentrum des Pflanzenschutzes im Weinbau.

Das Wetterfenster

  • Delta T: 2–8 °C. Siehe Delta T.
  • Luftfeuchte: sehr trockene Nachmittage meiden, ebenso nasse Laubwände, wo die Gebrauchsanleitung davon abrät. Siehe Luftfeuchte und Taupunkt.
  • Wind: eine leichte, gleichmäßige Brise, die von Wohnhäusern und anderen empfindlichen Bereichen wegweht. Siehe Windgeschwindigkeit beim Spritzen.
  • Inversion: Täler und Hänge halten in der Morgen- und Abenddämmerung oft Kaltluft und Inversionen. Siehe Temperaturinversion.
  • Regen: Regen betrifft sowohl die Regenfestigkeit des Mittels als auch das Infektionsrisiko. Siehe Regen und Pflanzenschutz.

Kulturspezifische Hinweise

Wohnhäuser und Nachbarn. Viele Länder legen Abstandsflächen oder besondere Regeln für das Spritzen nahe Wohnhäusern, Schulen und Gärten fest. Planen Sie die Reihenfolge der Zeilen nach der Windrichtung, behandeln Sie die Ränder neben Wohnhäusern, wenn der Wind von ihnen wegweht, und folgen Sie Gebrauchsanleitung und örtlichen Vorschriften. Siehe Abdrift.

Gerätetyp. Gebläsesprühgeräte sind verbreitet; Tunnel- oder Recyclinggeräte, die Brühe auffangen, die durch die Laubwand geht, können die Abdrift stark verringern, wo sie verfügbar sind. Passen Sie Luftmenge und Düsen an die Größe der Laubwand an, die sich zwischen Saisonbeginn und voller Belaubung stark ändert.

Reben sind abdriftempfindlich. Reben sind bekanntermaßen hochempfindlich gegenüber manchen Wuchsstoffherbiziden. Abdrift von Nachbarflächen kann sie schädigen – das sollten Sie auch bedenken, wenn Sie andere Kulturen nahe an Weinbergen spritzen.

Steillagen und Drohnen. In Steillagen erlauben manche Länder Agrardrohnen oder andere Luftapplikationsverfahren im Weinbau. Prüfen Sie die Regeln – siehe Regeln für Agrardrohnen nach Land – und den Wind in Flughöhe.

Zeitpunkt nach Infektionsrisiko. Viele Fungizide im Weinbau werden vor oder nach Regenereignissen ausgebracht, nach Prognosemodellen und Gebrauchsanleitung. Das Wetterfenster zwischen zwei Regen kann kurz sein, prüfen Sie es also Stunde für Stunde.

Typische Anwendungen

Fungizide (der größte Teil), Insektizide, Herbizide im Unterstockbereich und Blattdünger.

Einrichtung in PulveCast

Es gibt keine Weinbau-Voreinstellung, nutzen Sie daher Benutzerdefiniert. Sie startet mit Delta T 2–8 °C, Luftfeuchte 55–95 % und der Tropfenklasse mittel. Vorsichtige Ausgangswerte:

  • Delta T bei 2–8 °C belassen.
  • Die Tropfenklasse auf das einstellen, was Ihr Gerät erzeugt, oder auf Automatik lassen.
  • Den maximalen Wind vom Standardwert 25 km/h in Richtung 15 km/h (etwa 9 mph) senken oder auf den Grenzwert der Gebrauchsanleitung bzw. der örtlichen Vorschriften.
  • Die Schwelle für Temperaturinversion beim Standardwert 1,5 °C belassen.

Weitere Kulturen

Häufige Fragen

Wie verringere ich die Abdrift im Weinberg nahe Wohnhäusern?

Spritzen Sie, wenn der Wind von den Wohnhäusern wegweht, nutzen Sie abdriftmindernde Technik wie Tunnelgeräte oder geeignete Düsen, wo verfügbar, passen Sie die Luftmenge an die Laubwand an, meiden Sie Inversionen und halten Sie die Abstände laut Gebrauchsanleitung und örtlichen Vorschriften ein.

Sind Reben empfindlich gegenüber Herbizid-Abdrift?

Ja. Reben sind bekanntermaßen hochempfindlich gegenüber manchen Wuchsstoffherbiziden, daher kann Abdrift von Nachbarflächen Schäden verursachen. Wer nahe an Weinbergen spritzt, sollte besonders vorsichtig sein.